Presse

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NW Schaufenster: Bei Casa Collago ist der Innenhof Teil der Wohngemeinschaft

24.02.2016

Wohnkonzept: Maklerkontor Brand & Co. vermarktet Häuser im Bungalowstil in Mennighüffen. Zum Schautag haben gut 100 Interessierte einen Blick in die Gebäude Am Kreuzkamp werfen können. Zwei Einheiten sind bereits verkauft

VON KIM STRATHMANN

Löhne. Mediterranes Flair in Mennighüffen: Um einen zentralen Innenhof mit einem Lavendelbeet in der Mitte sind sechs Häuser im Bungalowstil gebaut. Das Wohnkonzept nennen die Macher Casa Collago. Am Sonntag konnten sich Interessierte das neue Projekt Am Kreuzkamp anschauen.

Mit dabei war auch das Ehepaar Wienen. Sie sind von der Siedlung überzeugt. Eine der sechs Wohneinheiten haben Peter und Manuela Wienen gekauft. Als Fachmann ist Peter Wienen von den Häusern begeistert. „Die Bauqualität ist sehr gut und die Ausführung ist hochwertig. Dazu gibt es noch eine gute Wärmedämmung“, schwärmt er.

Das Paar wollte sich räumlich verkleinern und war auf der Suche nach einem Bungalow mit Garten. Ein Makler von Brand & Co. machte die Wienens auf die Artriumhäuser aufmerksam. „Mich hat der mediterrane Charakter überzeugt. Zusätzlich wirkt die Einheit durch die Farben freundlich“, sagt Manuela Wienen.

Neben fünf Einzel- und zwei Doppelbungalows gibt es jetzt sechs Häuser im Bungalowstil in der Mennighüffer Siedlung. Zwei von den sechs sind verkauft. „Bei diesem Atriumhaus hat man sechs Einheiten in einem“, sagt Frank Viseneber, vom Maklerkontor Brand & Co. Die Einheiten seien ähnlich aufgebaut, wie eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus, sie sind aber viel offener und freundlicher gestaltet.

„Alles ist auf einer Ebene. Außerdem besitzt jede Einheit einen eigenen kleinen Garten“, sagt Viseneber, der als Zielgruppe vor allem Paare und Einzelpersonen anspricht. Jedes Artriumhaus ist zudem altersgerecht gestaltet. 2012 startete Brand & Co. mit dem Projekt. Das Maklerkontor kümmert sich auch um die Vermarktung, das Unternehmen Bautec aus Minden hat den Bau umgesetzt.

Mittlerweile gibt es auf dem Gelände 20 Wohneinheiten. „Unser Konzept kommt sehr gut an, obwohl es in dieser Art eine Premiere ist“, so Viseneber. Das zeigten auch die Interessierten des Schautages, anstatt der geschätzten 50 Besucher waren es weit über 100.

Während sich die einen noch über das Wohnkonzept schlau machen, können Peter und Manuela Wienen bald Umzugskisten packen. Der Einzug in die einzelnen Häuser soll Ende April / Anfang Mai stattfinden. Bis dahin können die weiteren Einheiten – zur Verfügung stehen noch vier Häuser mit je zwei oder drei Zimmern – erworben werden.

Außerdem spielt Brand & Co. mit dem Gedanken, die Atriumhäuser zu multiplizieren, wenn weitere Grundstücke zur Verfügung stehen.

NW Lokales: Deutliche Kritik am Bestellerprinzip

29.05.2015

Auftraggeber soll Makler-Gebühr zahlen / Am 1. Juni tritt das neue Wohnungsvermittlungsgesetz in Kraft

VON NICOLE BLIESENER

Bad Oeynhausen. Wer die Musik bestellt, soll sie auch bezahlen. Nach diesem sogenannten Makler-Besteller-Prinzip soll künftig auch mit der Courtage bei Mietwohnungen verfahren werden. So sieht es die Novelle des Wohnvermittlungsgesetzes vor, das am 1. Juni 2015, also am kommenden Montag, in Kraft tritt. Während Ralf Brodda, Geschäftsführer des Mieterbundes OWL, die Novelle als "langersehnte Verbesserung" begrüßt, sind Frank Viseneber vom Maklerkontor Brandt und Daniel Kuhfuß, Vorsitzender von Haus und Grund in Bad Oeynhausen, ausgesprochen skeptisch.

"Die Idee mag ja gut sein, aber das Gesetz ist absoluter Populismus", findet Rechtsanwalt Daniel Kuhfuß deutliche Worte. Kuhfuß ist Vorsitzender der Bad Oeynhausener Eigentümer-Schutzgemeinschaft "Haus und Grund". Das Besteller-Prinzip, frei nach dem Motto greife vor allem bei der Doppelbeauftragung nicht. Kuhfuß machte seine Vorbehalte an Beispielen deutlich: "Beauftragt ein Mieter einen Makler mit der Wohnungssuche und der Vermieter wendet sich ebenfalls an den Makler, zahlt nach der Novelle am Ende immer nur der Vermieter. Und das kann ich nicht nachvollziehen. Warum sieht das neue Gesetz keine Teilung der Courtage vor?".

Zudem sei die Annahme vom "armen Mieter und dem reichen Vermieter" falsch, so Kuhfuß. "Meistens sind es ältere Menschen, die einen Makler kontaktieren. Diese Menschen sind mit Themen wie dem Energieausweis und Mietverträgen schlichtweg überfordert", weiß Kuhfuß aus seiner Beratungstätigkeit für Haus und Grund.

Bislang gilt folgende Wohnungsvermittlungsgesetz Regelung: Wer eine Wohnung mieten möchte, muss häufig nicht nur eine Kaution hinterlegen, sondern auch noch Maklergebühren zahlen. Diese Courtage kann bis zu zwei Monatskaltmieten zuzüglich Mehrwertsteuer betragen. "In Bad Oeynhausen sind anderthalb bis zwei Kaltmieten üblich", sagt Immobilienkauffrau Stephanie Schwank vom Maklerkontor Brandt.

In der Gesetzesnovelle, die am 1. Juni in Kraft tritt, soll das Bestellerprinzip gestärkt werden. Das heißt, nur wer zukünftig einen Makler bestellt, muss diesen auch bezahlen. In der Praxis ist das also meist der Vermieter. Er sucht in der Regel mit Hilfe eines Maklers einen neuen Mieter. Schaltet er nunmehr einen Makler ein, muss er diesen auch bezahlen.

Einen klaren Vorteil für den Mieter sieht Ralf Brodda vom Mieterbund OWL in der neuen Regelung. "In der Regel zahlt künftig der Vermieter, bislang haben die Vermieter zwar den Maklerauftrag erteilt, haben aber den Mieter dafür zahlen lassen", so Brodda. Die von Skeptikern vorgebrachte Befürchtung, die Gesetzesnovelle könne dafür sorgen, dass die Mieten zusätzlich steigen, bestreitet Brodda. "Die Vermieter verlangen das, was der Markt hergibt", ist der Mieterbund-Geschäftsführer überzeugt. "Viel Spielraum für die Vermieter gibt es da nicht, ich bin mir sicher, dass sich da nicht viel ändert."

In der sich verschlechternden Situation für Vermieter sehen Anwalt Kuhfuß und Makler Viseneber noch ein weiteres Problem. Das neue Gesetz werden nicht helfen - wie von der Politik offenbar beabsichtig - die Wohnungsnot einzudämmen. Im Gegenteil: "Wer investiert denn noch in den Bau von Wohnungen in der mittleren und unteren Preislage?"

Das im Gesetz verankerte Bestellerprinzip solle für Gerechtigkeit sorgen - "das tut es aber nicht", so Kuhfuß.

Eine ähnliche Auffassung vertritt auch Frank Viseneber vom Maklerkontor Brandt: "Das Gesetz ist in der Praxis ein Rohrkrepierer." Aus diesem Grund habe der Immobilienverband Deutschland (IVD) auch Verfassungsbeschwerde eingereicht, doch die wurde am Mittwoch abgewiesen.

"Es wird mitnichten alles einfacher und billiger, im Gegenteil: Das wird dazu führen, dass die Miete um etwa fünf Prozent steigen werden", fügt der Makler hinzu.

Auf eine andere Regelung warten Viseneber und seine im (IVD) organisierten Kollegen seit langem vergeblich: "Wir fordern eine höhere Berufseinstiegshürde für Makler. Aber diese Forderung wird von der Politik nicht gehört." 

WOHNEN 50+ Projektpräsentation im Musterhaus

27.09.2014

Schautag mit Musterobjekt in einer Doppelhaushälfte
Vorgeschmack für geplante Eigentumswohnungen

WOHNEN 50+ Projektpräsentation im Musterhaus

Geteilte Nebenkosten oder freie Entscheidung in den eigenen vier Wänden? Getrippel von oben und laute Musik von unten oder ein großes Haus, das viel Zeit und Geld verschlingt? – Die Vor- und Nachteile von Eigentumswohnungen und eigenen Häusern lassen sich lange diskutieren. In Löhne-Mennighüffen entsteht nun eine seniorengerechte Wohnanlage, die die Vorzüge beider Varianten verbinden soll.

WB Lokales: Bungalows kommen gut an

09.11.2012

Auf dem Gelände des ehemaligen Unternehmens ICI Pretechnik geht es voran – Projektleitung stellt Details vor.

Von Frank Dominik Lemke

Löhne-Mennighüffen (LZ). Die Abrissarbeiten auf dem alten Grundstück der ICI Pretechnik dauern noch etwa vier Wochen. Auf dem 9000 Quadratmeter großen Gelände entstehen 21 Bungalows (die LÖHNER ZEITUNG berichtete). Die Projektleitung hat jetzt im Café Uno erste Gespräche mit möglichen Interessenten geführt.

»Wir haben bereits zwei Vorbestellungen«, sagte Prokurist Frank Viseneber, bevor die Gespräche überhaupt begonnen hatten. Ein Investor aus Löhne hatte telefonisch zwei der geplanten Gebäude bei der Grundstücksentwicklungsgesellschaft Brand und Co. aus Bad Oeynhausen vorbestellt. »Das Gelände, das Projekt selbst und sein Standort sind drei der günstigen Faktoren, weswegen sich Kunden dafür entscheiden«,sagte Jörg Faut, Verkaufsleiter beider zuständigen Firma Bautec aus Hille.

26 Gäste sahen sich Prospekte und Entwürfe im Café Uno an der Weserstraße an und sprachen mit der Projekt- und Bauleitung. Zielgruppe für die Bungalows ist die Altersgruppe 50 plus. Die Grundstücke in der Größenordnung von 247 bis 350 Quadratmetern kosten zwischen 25000 und 35000 Euro. Hinzu kommen die Baukosten für die Häuser. Über die kann Frank Viseneber keine Angaben machen, da jeder Bungalow individuell gestaltet werden soll: Fußböden, Rollläden, Fensterscheiben und weitere Entscheidungen liegen in der Hand des Käufers. Die Größen der Bungalows stehen jedoch fest: vier Doppel-Bungalow-Hälften zu je 90 Quadratmeter, zwölf Reihen-Bungalow-Wohnungen zwischen 72 und 89 Quadratmeter und fünf Einzelbungalows zu je 75 Quadratmetern, jeweils mit Garten.

Die Nachbarschaft am Postweg und In der Gehle freut sich. »20 Jahre lang haben wir uns den Verfall des alten Industriegebäudes angesehen. Schön, dass Brand und Co. Nägel mit Köpfen macht«, sagte Manfred Niehaus, der direkt gegenüber wohnt. In der Fir-ma ICI Pretechnik hat der Rentner vor 20 Jahren als Produktionsleiter gearbeitet. Die Nachbarschaft sei schon öfter von utopischen Planungen für das Grundstück enttäuscht worden. Die Bungalows würden das Straßenbild deutlich aufwerten. Die Planungen der Bungalows mit interessierten Käufern werden etwa bis März dauern. Sobald der Frost im Frühjahr aus dem Boden wieder raus ist, sollen die Bauarbeiten beginnen. Im Herbst 2013 könnten die Bauarbeiten abgeschlossen sein. »Die Eigentümer werden dann Zeit haben, den Garten anzulegen«, sagte Frank Viseneber im Gespräch mit der LÖHNER ZEITUNG.

Nach 20 Jahren Leerstand rollt der Bagger

11.10.2012

Auf Pretechnik Komplex entstehen Bungalows

Löhne-Mennighüffen (LZ). 20 Jahre lag das Grundstück brach. Seit Montag wird das alte Gebäude von ICI Pretechnik in Mennighüffen abgerissen. Auf dem 9000 Quadratmeter großen Gelände sollen acht Bungalows für etwa 40 Personen entstehen.

Sechs bis acht Wochen soll der Abriss des Gebäudes von ICI Pretechnik dauern. Nach dem Winter ist der Bau von Bungalows geplant. Zuvor war das Gebäude20 Jahre ungenutzt. Die Bad Oeynhau-sener Projekt-Entwicklungs-Gesellschaft Brand & Co. will dort barrierefreie Bungalows für Men-schen ab etwa 50 Jahren bauen. »Wir bieten Menschen, deren Kinder von zu Hause ausgezogen sind und denen ihr Heim deshalb zu groß geworden ist, eine ideale Immobilie an«, erklärte Frank Viseneber, Prokurist des Entwicklungsunternehmens Brand & Co. Die Nachfrage für so ein Projekt sei da. Das hätten ihm seine bisherigen Kunden bestätigt. »Obwohl wir mit der Vermarktung noch
nicht begonnen haben, zeigen schon einige Kunden Interesse an dem Projekt.«

Das 9000 Quadratmeter große Gelände wird durch die Straßen Am Kreuzkamp, In der Gehle und den Postweg begrenzt. Bis 1992 produzierte dort die Chemiefirma ICI Pretechnik – unter anderem arbeitete sie auch mit FCKW. Es kann als Treibgas, Lösemittel oder Kältemittel Verwendung finden.

Aus diesem Grund musste das Projekt-Entwicklungsunternehmen aus Bad Oeynhausen, das bereits seit einem Jahr Eigentümer des Grundstückes ist, längere Bodenuntersuchungen vornehmen, bevor es mit dem Abriss beginnen konnte. »Die Bodenanalysen haben Ergebnisse weit unterhalb der er-laubten Werte ergeben. Für Menschen wäre das FCKW sowieso nicht schädlich. Jetzt wissen wir zusätzlich, dass auch die Umwelt nicht beschädigt wird«, erklärte Frank Viseneber.

Nachdem auch das Kreisumweltamt seine Erlaubnis erteilt hatte, konnten Anfang dieser Woche die Abrissarbeiten starten. Sie sollen nach sechs bis acht Wochen abgeschlossen werden. »Wir arbeiten uns von innen nach außen vor. Die Außenmauern fallen erst zum Schluss, da sie momentan den Staub und Lärm abfangen«, erzählte Frank Viseneber. Insgesamt werden in dieser Zeit 12000 Ku-bikmeter unbewohnter Raum abgerissen. Ein größeres Einfamilienhaus verfügt beispielsweise über 800 Kubikmeter Raum. Dabei könnte ein großer Teil des abgerissenen Betons als Untersatz für die neuen Bauten dienen. Viseneber:»Es ist ideal, wenn wir die Materialien wiederverwerten können.«

Auch die Anwohner begrüßten das Bauvorhaben, obwohl es für sie Lärm und Staub bedeute. »Ich habe mich den Nachbarn vorgestellt. Sie waren froh, dass endlich etwas passiert.« Das Projekt-Entwicklungsunternehmen will auf dem Gelände acht Bungalows mit 70 bis120 Quadratmetern errichten, davon zwei Doppel-, vier Einzel- und vier Dreier-Bungalows. »Wir wollen hier eine Nach-barschaft aus Gleichgesinnten schaffen, die sich in einem ähnlichen Alter befinden. Unsere Ziel-gruppe ist 50 Jahre und älter«, erzählte Frank Viseneber. Nachbarn könnten sich gegenseitig helfen und auch mal länger in den Urlaub fahren, ohne sich Gedanken über ihr Zuhause machen zu müs-sen. Trotzdem hätte jeder noch sein eigenes Grundstück und müsste beispielsweise keine Abspra-chen über Haustiere treffen.

Außerdem sei die Lage ideal, da sich auf der einen Seite nur Felder und Wiesen befänden und auf der anderen Seite die Lübbecker Straße viele Einkaufsmöglichkeiten biete.»Grund für das lange Brachliegen des Areals war nicht die Lage des Grundstückes«, erklärte der Prokurist des Bad Oeyn-hausener Unternehmens. Vom vorherigen Eigentümer sei ein Altenheim mit 120 Plätzen geplant worden, obwohl in NRW Seniorenresidenzen nur mit 80 Plätzen erlaubt seien. »Wir haben lange nach so einer Fläche gesucht und freuen uns auf den Bau der Bungalows.« Dieser soll nach dem Winter beginnen. Von Annika von Hollen

Westfalen-Blatt, 11. Oktober 2012

NW Lokales: Abriss nach 20 Jahren Leerstand

09.10.2012

Auf 9.000 Quadratmeter großem Areal von ICI Pretechnik in Mennighüffen sollen Bungalows entstehen

Löhne. Auf einmal geht alles ganz schnell: Schon nach nur einem Tag hat der Abrissbagger ein riesiges Loch ins Firmengebäude der früheren ICI Pretechnik gerissen. Seit gestern laufen die Arbeiten auf Hochtouren – nach genau 20 Jahren absolutem Stillstand.

Seit knapp einem Jahr ist die Bad Oeynhausener Projektentwicklungs-Gesellschaft Brand & Co. Eigentümerin des 9.000 Quadratmeter großen Areals mitten in Mennighüffen. „Eine solche Fläche mitten in einem Wohngebiet habe ich schon lange gesucht. Die Lage ist ein richtiges Filetstück“, schwärmt Frank Viseneber, Prokurist bei Brand & Co. Nach langwie-rigen und komplizierten Verhandlungen erstand das Bad Oeynhausener Unternehmen das Areal Anfang diesen Jahres. „Die Verhandlungen zogen sich extrem in die Länge, weil die Eigentumsfrage so kompliziert war“, so Viseneber. Beteiligt waren mehrere Firmen, von denen einige bereits insolvent waren, sowie ein niederländisches Unternehmen.

Bis 1992 war der Chemiekonzern ICI hier ansässig, der zuvor die kleine, aber erfolgreiche Mennighüffener Firma Pretechnik aufgekauft hatte. „Seit 1992 stand das ganze Areal als Industriebrache leer“, bestätigt Jürgen Wolfmeier vom Löhner Bauaufsichtsamt. In den letzten 20 Jahren habe es mehrere Versuche von Maklerfirmen gegeben, das Gelände für Seniorenwohnheime oder auch Einzelhäuser zu nutzen, die aber sämtlich scheiterten.

Die Pläne des neuen Eigentümers sehen vor, hier insgesamt acht Bungalows zu errichten, davon zwei Doppel-, vier Einzel- und vier Dreier-Bungalows. „Unsere Zielgruppe sind Menschen um die 50 Jahre, denen ihr jetziges Haus zu groß geworden ist“, so Frank Viseneber. Er kündigt an: „Wir werden mit dem Bau eines Muster-Bungalows in Vorleistung gehen.“ Für die gesamte Wohnlage im Bereich Postweg verspricht er eine deutliche Verbesserung: „Bislang sind die 9.000 Quadratmeter zu 99 Prozent versiegelte Fläche. Das wird hier demnächst alles deutlich grüner und schöner.“ VON JÜRGEN NIERSTE

© 2012 Neue Westfälische 12 - Bad Oeynhausen, Dienstag 09. Oktober 2012

Neue Westfälische, Lokales

11.10.2012

KURSTADT IST EIN TEURES FLECKCHEN
Bei den Grundstückspreisen liegt die Stadt im Kreisgebiet an der Spitze

Bad Oeynhausen. Nahe der Innenstadt, aber trotzdem im Grünen: Diese Wohnlage liegt laut Immobilienmakler Frank Viseneber von Maklerkontor Brand & Co bei den Kurstädtern ganz weit vorne. Das lassen sich Bauherren auch kosten. Der aktuelle Grundstücksmarktbericht zeigt deutlich, dass die Grundstückspreise in Bad Oeynhausen an der Spitze des Kreises liegen: bis zu 195 Euro pro Quadratmeter zahlt der Käufer.


„Vieles spricht wieder fürs Bauen und vieles spricht für Bad Oeynhausen“, sagt Immobilienmakler Viseneber. Die Zinsen seien momentan extrem niedrig und auch viele Kapitalanleger wollten wieder sicher anlegen. „Nach der Krise tut sich langsam wieder was.“ Im Kreis Minden-Lübbecke (ohne die Stadt Minden) sind vergangenes Jahr 236 Wohnbaugrundstücke verkauft worden. Zwar ist die Anzahl der Verkäufe gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen, bleibt aber noch auf niedrigem Niveau.

Mehr als 55 Prozent der Kauffälle lagen in Bad Oeynhausen, Porta Westfalica und Lübbecke. Und das obwohl die Preise in Bad Oeynhausen an der Spitze des Kreises liegen. Die Nähe zum Herzzentrum sieht Viseneber als Kaufargument für die Kurstadt. „Und es gibt hier weitere große Arbeitgeber, die die neuen Hausherren hierhin ziehen.“ Bei den älteren Käufern ist das unschlagbare Argument die gute Gesundheitsversorgung der Stadt. Daher geht der Trend Richtung Innenstadt,wie Visenebers Projekt in der Nähe der Auguste-Viktoria-Klinik zeigt.

Nur ein Grundstück steht dort, am Carla-Winter-Weg, noch zum Verkauf. Das erste Doppelhaus, das von einem Investor hochgezogen wurde, steht schon und hat die ersten Interessenten: „Das zeigt deutlich die momentane Situation und spricht für die Lage und die Stadt“, sagt der Immobilienmakler. „Hinten liegt der Fluss, vorne die Innenstadt.“

Mitten in der Stadt zu wohnen hat aber seinen Preis: „Dennoch zahlen es viele, sie schätzen die Lage.“ So wie Karl Heinrich (Name von der Redaktion geändert). Er hat sich sofort für den Kauf des größten Grundstücks am Carla-Winter-Weg entschieden. „Dort ist die einzige Möglichkeit in Bad Oeynhausen, wo ich mich auf großem Raum frei entfalten kann.“ Heinrich schätzt die Ruhe und die Lage: „Ich möchte morgens nicht wissen, was mein Nachbar für eine Marmelade aufs Brötchen schmiert.“

Der zukünftige Hausherr und seine Frau stammen aus Bad Oeynhausen, wohnen momentan noch in einer Altstadtvilla. „Das wird zu klein“, sagt Heinrich. Auf 1.500 Quadratmetern kann sich Heinrich auf seinem neuen Grundstück ausbreiten. „Es wird sicher schön. Da es keine Bauvorschriften gibt, werden sich alle architektonisch entfalten können.“ Heinrich und seine Frau wollen ein Flachdachbungalow mit 140 Quadratmetern Wohnfläche bauen.

Während die Grundstückspreise in Bad Oeynhausen die Liste anführen, ist Stemwede das Schlusslicht. Dort wurden nur neun Vertragsabschlüsse registriert. Und das, obwohl dort die Quadratmeterpreise für die Grundstücke am niedrigsten sind. Nur bis zu 30 Euro pro Quadratmeter zahlen Grundstückskäufer in Stemwede, im Gegensatz zum Höchstpreis von bis zu 195 Euro in der Kurstadt. Die Preisspanne für ein Baugrundstück reicht im Kreis Minden-Lübbecke somit von 25.000 Euro bis 166.000 Euro.

Das Fazit des Grundstücksmarktberichts: Nach dem merklichen Rückgang der Preise in 2004 bis 2006 hat sich der Markt trotz der geringen Nachfrage gefestigt. Überwiegend sind Wohnbaugrundstücke zu den Vorjahrespreisen gehandelt worden, so dass die Preisentwicklung als stagnierend zu sehen ist. Aber die Bauplätze liegen trotzdem weiter auf hohem Niveau. VON SUSANNE BARTH

© 2011 Neue Westfälische
11 - Bad Oeynhausen, Donnerstag 04. August 2011